
von Karl Juergen Hepke
Dies gilt natuerlich nicht nur fuer das Leben im atlantischen Reich, sondern in gleichem Masse fuer alle anderen bedeutenden und die Erfahrungen des jeweiligen Menschen mitpraegenden Kulturen. Dies kann zum Beispiel auch das europaeische Mittelalter, die Zeit der griechischen Achaeer, die Zeit der Pharaonen in Aegypten oder Erlebnisse im roemischen Reich sein , um nur einige von vielen Moeglichkeiten zu nennen. Da viele heute lebende Menschen bereits einige Leben in verschiedenen , oft zueinander passenden Kulturen, gefuehrt haben, sind sie , bei der Erschliessung dieser "inneren Quellen", in der Lage, Erkenntnisse und Einsichten durch entsprechende Wissenskombination zu gewinnen, die durch normales Quellenstudium und angelerntes Wissen allein nicht zu erreichen sind..
Dies gilt selbstverstaendlich auch fuer andere in frueheren Leben erworbene Faehigkeiten, die sich in neuen Leben dann unvermutet als besondere Talente oder Neigungen herausstellen, die man in dem Menschen garnicht erwartet hat, weil sie weder der Familientradition entsprechen noch durch die Umwelt des gegenwaertigen Lebens bedingt sind.(4)
Gerade das bereits angefuehrte Beispiel der von der offiziellen Wissenschaft bisher nicht anerkannten Kultur von Atlantis zeigt so gut wie kein anderes, dass fuer derartig wichtige Stufen der menschlichen Entwicklung in den Menschen selbst ein so starkes Erinnerungspotential vorhanden ist, dass es trotz aller Widerstaende der offiziellen Stellen immer wieder durchbricht, bis es eines Tages sein Ziel, naemlich die voellige Aufdeckung und die Uebernahme in das offizielle Wissen erreicht hat..
Dass seit dem 17. Jahrhundert immer wieder von bedeutenden Wissenschaftlern und Laien das Thema Atlantis behandelt wurde, wobei es mindestens 40 verschieden vermutete Standorte gibt , die von 275 Atlantisexperten (2) mehr oder weniger favorisiert werden, beweist besser als alles andere, dass die Aufdeckung und die Erschliessung der atlantischen Kultur, ihres Wissens und ihrer Herkunft, eine fuer die westliche Kultur und darueber hinaus fuer die ganze Welt wegweisende Rolle spielt und weiterhin spielen wird..
Da diese Aufdeckung und der mit ihr verbundene Erkenntnisfortschritt eine Reihe von bestehenden Lehrmeinungen zum Einsturz bringen wird und darueber hinaus ganze Institutionen in ihrer heute bestehenden Machtstellung gefaehrden koennte, gibt es natuerlicherweise viele Stellen, die an einem derartigen Erkenntnisfortschritt ueberhaupt nicht interessiert sind. Dazu zaehlt in erster Linie die etablierte Geschichtwissenschaft, die nach wie vor ihr erarbeitetes Wissen und das daraus abgeleitete Weltbild weiter verwenden und nicht umschreiben moechte. Aber es zaehlen dazu, wie im vorangegangenen Kapitel bereits erwaehnt, auch konservative Kreise der christlichen Kirchen, die, wie schon einmal am Ausgang des Mittelalters, in festgefahrenen Positionen verharren und zur Zeit noch nicht in der Lage sind, sich der Fortentwicklung der Menschheit und einem erweiterten Denken mit einem fortschrittlichen und in den Grundlagen neu erarbeiteten Konzept anzupassen und damit der Menschheit wieder den Weg zu weisen..
Die christlichen Kirchen, und dabei ist in vorderster Linie die Roemisch - Katholische Kirche angesprochen, haben ausserdem in ihrer ganzen Geschichte aus Machtstreben eine bedeutende Rolle bei der Vernichtung und Unterdrueckung des aus atlantischer Zeit ueberkommenen Wissens gespielt . Darum ist es sehr wahrscheinlich, dass in den Archiven des Vatikans noch heute vom Roemischen Reich uebernommenes Material unter Verschluss gehalten wird, das aus Etrurien und Karthago stammt und Zugang zur atlantischen Kultur geben wuerde..
Ob auch bei den in Spanien durchgefuehrten Erforschungen der Vorgeschichte, die weit unter dem sonst in Europa ueblichen Niveau liegen, die Katholische Kirche einen bremsenden Einfluss ausgeuebt hat, waere angesichts dieser Einstellung und der Bedeutung, welche die Katholische Kirche ueber Jahrhunderte bis in die Franco-Aera in Spanien gehabt hat , nur zu verstaendlich. Es ist zu hoffen, dass sich unter dem neuen Anschluss an das demokratischer denkende Europa dieser Einfluss der Kirche auf das wissenschaftliche und kulturelle Leben Spaniens auf die ihm zustehenden Gebiete zurueckdraengen laesst ..
Denn die Erforschung von Atlantis und damit die Ausgrabungsarbeiten in Puerto de Santa Maria am Torre de la Dama Blanca und darueberhinaus in dem ganzen Bereich des ehemaligen Hafens, das heisst bis ans Meer, und ausserdem die dahinter liegenden Berge, kurz gesagt im Bereich des gesamten "Ayuntamiento de Puerto de Santa Maria" sind keine innerspanische Angelegenheit, sondern betreffen die ganze westliche Kultur und sind damit eigentlich "Weltkulturerbe".Dies bezieht sich in gewisser Weise auch auf die Provinzstaedte des atlantischen Reiches in Spanien wie Almeria, Ronda, Elche und andere, bisher noch nicht so bekannte Orte. .
Aus diesem Grunde waere es wuenschenswert, dass zumindestens die in direkter atlantischer Nachfolge stehenden Staaten Frankreich, Deutschland und Grossbritannien sowie die weitgehend auf ihren Auswanderern aufbauenden Staaten USA und Kanada sich intensiv finanziell und durch hochqualifizierte Fachleute an den Forschungs- und Ausgrabungsarbeiten beteiligen. Spanien allein ist mit dieser grossen Aufgabe sicher finanziell wie personell total ueberfordert und es koennte Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern, bis das reichlich vorhandene Material gewonnen und ausgewertet waere. Da aber die Zeit draengt und wir moeglichst bald mehr ueber unsere Herkunft wissen sollten um daraus die anstehenden Entscheidungen fuer die Zukunft treffen zu koennen, sollte hier nicht viel Zeit verloren und bald gehandelt werden..
Vielleicht waere auch ein Maezenatentum oder ein auf privater Basis gegruendeter entsprechender Verein ausreichend. Er boete Foerderern, die sich der atlantischen Tradition verbunden fuehlen, die Moeglichkeit eine Finanzbasis fuer ein derartiges Unternehmen zu schaffen. Auch fuer bereits bestehende Institutionen wie Lions - Club, Freimaurer, Rotarier und aehnliche Vereinigungen koennte sich hier ein den Vereinszielen nahestendes Betaetigungsfeld auftun.